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Die richtige Displaygröße ist entscheidend für erfolgreiche Meetings 

Ein modernes Display gehört heute zur Grundausstattung jedes Besprechungsraums. Doch bei der Planung stellt sich immer wieder dieselbe Frage: 

Wie groß sollte ein Display im Besprechungsraum eigentlich sein? 

Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. 

Denn weder die Raumgröße noch die Anzahl der Sitzplätze allein bestimmen die optimale Bildschirmgröße. Entscheidend sind vor allem der Betrachtungsabstand, die Art der dargestellten Inhalte und die Anforderungen der Nutzer. 

Die Raumgröße, besonders die Tiefe des Raumes und die Sitzplätze sind entscheidend. Aber auch die Helligkeit und die Art der dargestellten Inhalte und sonstige Anforderungen der Kunden wirken sich auf Art und Anzahl der Displays in einen Konferenzraum aus. 

Wer hier zu klein plant, riskiert schlecht lesbare Präsentationen und unzufriedene Meetingteilnehmer. Ein unnötig überdimensioniertes Display kann dagegen in kleinen Räumen ebenfalls den Sehkomfort beeinträchtigen. Eine sorgfältige Planung sorgt dafür, dass alle Teilnehmer Inhalte gut erkennen können – heute und auch in Zukunft. 

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Faktoren bei der Auswahl der richtigen Displaygröße wirklich entscheidend sind (damit Sie in ihrer nächsten Videokonferenz die wesentlichen Inhalte im Blick haben). 

Warum „je größer, desto besser“ nicht immer die richtige Lösung ist 

Viele Unternehmen orientieren sich bei der Auswahl eines Displays am verfügbaren Budget oder entscheiden nach dem Motto: 

„Dann nehmen wir einfach das größte Display, das an die Wand passt.“ 

„Dann nehmen wir ein kleineres Display, um Kosten zu sparen.“ 

So nachvollziehbar dieser Gedanke auch ist – in der Praxis greift er häufig zu kurz. 

Ein zu kleines Display erschwert die Lesbarkeit von Präsentationen, Tabellen oder technischen Zeichnungen. Ein sehr großes Display kann hingegen bei kurzen Betrachtungsabständen dazu führen, dass Teilnehmer den gesamten Bildinhalt nicht mehr komfortabel erfassen können und ihren Blick ständig über die Bildschirmfläche bewegen müssen. 

Die Herausforderung liegt darin, Inhalte von Videokonferenzen, die über Microsoft Teams, Zoom, Google Meet, etc. stattfinden oder über z.B. ein ClickShare geteilte Inhalte übersichtlich, aber auch detailliert genug darzustellen, dass am Konferenztisch die vorderste und die letzte Person alles erkennen können. 

Professionelle Medientechnikplanung berücksichtigt deshalb nicht nur die Bildschirmdiagonale, sondern unter anderem auch: 

  • den maximalen Betrachtungsabstand 
  • die Art der dargestellten Inhalte 
  • die Betrachtungswinkel 
  • die Montagehöhe 
  • die räumlichen Gegebenheiten 

Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren führt zu einer dauerhaft komfortablen Nutzung.  

Der wichtigste Faktor: der Betrachtungsabstand 

Einer der entscheidenden Parameter bei der Auswahl eines Displays ist die Entfernung zwischen Bildschirm und der am weitesten entfernten Person im Raum. 

Professionelle AV-Planer orientieren sich dabei häufig am internationalen AVIXA-Standard DISCAS (Display Image Size for 2D Content in Audiovisual Systems). Dieser berücksichtigt unter anderem den Betrachtungsabstand, die Größe relevanter Bildinhalte sowie die jeweilige Sehaufgabe. 

Dabei wird unterschieden, ob Teilnehmer beispielsweise: 

  • Präsentationen mit Bildern und Diagrammen betrachten, 
  • Tabellen und Excel-Dateien lesen oder 
  • technische Zeichnungen und CAD-Pläne erkennen müssen. 

Je detailreicher die dargestellten Inhalte sind und je größer der Betrachtungsabstand ausfällt, desto größer sollte die nutzbare Bildfläche gewählt werden. Auch muss unterschieden werden, ob das Display nur für Videokonferenzen genutzt wird oder um detailreiche Inhalte zu besprechen. Sollte letzteres der Fall sein, raten wir stets zu Displays mit Touchfunktion, um den sichtbaren Inhalt direkt am Display zu steuern. 

In besonders tiefen oder sogar erweiterbaren Räumen kann es sogar erforderlich sein, ein zweites Display einzuplanen, um auch die am weitesten entfernten Personen abzuholen. 

Orientierungswerte für die Displaygröße 

Eine exakte Dimensionierung erfolgt immer individuell anhand der jeweiligen Raumsituation und der geplanten Nutzung. 

Welche Inhalte werden hauptsächlich gezeigt? 

Die Art der Inhalte hat erheblichen Einfluss auf die benötigte Displaygröße. 

Präsentationen mit Bildern und Diagrammen 

Wer überwiegend PowerPoint-Präsentationen, Fotos oder Diagramme zeigt, stellt geringere Anforderungen an die Lesbarkeit kleiner Details. In vielen Fällen genügt daher bereits eine kleinere Bildschirmdiagonale. 

Tabellen und Excel-Dateien 

Anders sieht es bei umfangreichen Tabellen oder Auswertungen aus. Kleine Schriftgrößen und feine Zellstrukturen müssen auch aus den hinteren Sitzreihen gut lesbar bleiben. Hier empfiehlt sich häufig eine größere Bildfläche. 

CAD-Zeichnungen und technische Pläne 

In Architektur-, Ingenieur- oder Industrieunternehmen werden oft sehr detailreiche Zeichnungen dargestellt. Damit auch kleine Beschriftungen oder feine Konstruktionsdetails sicher erkannt werden können, ist eine großzügigere Displaydimensionierung häufig sinnvoll. Je nach Raumgröße kann auch eine LED-Wall oder Videowall die passende Lösung sein. 

Welche Displaygröße eignet sich für Videokonferenzen? 

Mit hybriden Meetings hat sich die Nutzung von Besprechungsräumen deutlich verändert. 

Ein Display zeigt heute oft gleichzeitig: 

  • die Präsentation, 
  • Remote-Teilnehmer, 
  • Chatfenster, 
  • Meetingsteuerung und 
  • weitere freigegebene Inhalte. 

Dadurch verteilt sich die verfügbare Bildschirmfläche auf mehrere Informationen. Auch verschiedene Anbieter wie Microsoft Teams, Zoom, Cisco Webex, etc. stellen die einzelnen Komponenten noch unterschiedlich groß dar. Ein etwas größeres Display verbessert in vielen Fällen die Übersicht und sorgt dafür, dass sowohl Präsentationen als auch zugeschaltete Teilnehmer angenehm erkennbar bleiben. 

75 oder 86 Zoll – welche Größe ist die bessere Wahl? 

Diese Frage gehört zu den häufigsten in der Praxis. 

Ein 75-Zoll-Display eignet sich in vielen kleineren bis mittleren (eher mittlere bis mittelgroß) Besprechungsräumen hervorragend für klassische Präsentationen mit Bildern oder Diagrammen. 

Wer jedoch regelmäßig mit Excel-Tabellen, technischen Zeichnungen oder anderen detailreichen Inhalten arbeitet, profitiert häufig von einem 86-Zoll-Display – selbst wenn der Betrachtungsabstand ähnlich bleibt. 

Der Unterschied zeigt sich nicht nur in der Bildschirmdiagonale. Mit der größeren Bildfläche verbessern sich insbesondere: 

  • die Lesbarkeit kleiner Schriften, 
  • die Darstellung komplexer Inhalte, 
  • die Übersicht bei Videokonferenzen sowie 
  • der Komfort für Teilnehmer in den hinteren Sitzreihen. 

Gerade bei langfristigen Investitionen lohnt es sich deshalb, nicht ausschließlich den heutigen Bedarf zu betrachten, sondern auch zukünftige Anforderungen in die Planung einzubeziehen. 

Weitere Faktoren, die häufig unterschätzt werden 

Die richtige Displaygröße allein macht noch keinen modernen Besprechungsraum. 

Ebenso wichtig sind unter anderem: 

  • die optimale Montagehöhe, 
  • ausreichende Displayhelligkeit, 
  • entspiegelte Oberflächen, 
  • eine sinnvoll positionierte Kamera, 
  • hochwertige Mikrofontechnik, 
  • eine gute Raumakustik sowie 
  • eine passende Beleuchtung. 

Erst das Zusammenspiel aller Komponenten sorgt für professionelle und komfortable Meetings. 

Unser Praxistipp 

Aus unserer Erfahrung werden Displays in Besprechungsräumen häufiger zu klein als zu groß ausgewählt. 

Gerade wenn regelmäßig hybride Meetings stattfinden oder detailreiche Inhalte präsentiert werden, zahlt sich eine etwas großzügigere Dimensionierung häufig aus. 

Davon profitieren Unternehmen langfristig durch: 

  • bessere Lesbarkeit, 
  • angenehmere Videokonferenzen, 
  • höhere Nutzerakzeptanz, 
  • weniger Nachrüstungsbedarf und 
  • eine zukunftssichere Ausstattung. 

Eine gute Medientechnik sollte nicht nur den heutigen Anforderungen entsprechen, sondern auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigen. 

Fazit 

Die optimale Displaygröße richtet sich nicht nach dem Bauchgefühl oder allein nach der Raumgröße. 

Entscheidend sind vor allem der Betrachtungsabstand, die Art der dargestellten Inhalte und die konkrete Nutzung des Besprechungsraums. 

Professionelle AV-Planung orientiert sich deshalb an objektiven Kriterien und anerkannten Planungsgrundlagen, um eine gute Lesbarkeit und einen hohen Nutzungskomfort für alle Teilnehmer sicherzustellen. 

Wer diese Faktoren bereits bei der Planung berücksichtigt, schafft einen Besprechungsraum, der langfristig effizient genutzt werden kann und kostspielige Fehlentscheidungen vermeidet. 

Sie planen einen neuen Besprechungsraum oder möchten Ihre bestehende Medientechnik modernisieren? Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der passenden Displaygröße und entwickeln gemeinsam eine Lösung, die optimal zu Ihren Räumlichkeiten und Arbeitsabläufen passt.